Ich glaube, ich kann sagen, dass weder Benoit noch ich uns an unsere ersten Skitage erinnern können. Den alten Familienalben nach zu urteilen, waren wir zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Jahre alt, als wir zum ersten Mal auf die Bretter gestiegen sind. Da wir am Fuße der Berge aufgewachsen sind, war Skifahren sozusagen immer ein Teil unseres Lebens, etwa fünf Monate im Jahr.
Als Kinder kannten wir uns nicht, aber ohne es zu wissen, fuhren wir beide sozusagen jedes Wochenende und in allen Winterferien im selben Skigebiet Ski. Als Erwachsene begannen wir, ziemlich viel herumzureisen (vier Jahre in Zürich, zwei Jahre in Wien und fast sechs Jahre lang durch die Welt und Europa). Klar, dass das Skifahren damals ein bisschen in den Hintergrund gerückt ist. Ja, unsere Prioritäten lagen woanders (genauso wie unser Budget).


Aber seit fünf Jahren leben wir wieder in den Bergen und haben ganz natürlich diesen Wintersport wieder aufgenommen. Auch wenn wir zugeben müssen, dass wir nicht mehr nur Ski alpin fahren. 😉 Im Laufe der Jahre sind Skitouren, Schneeschuhwandern und sogar Langlaufen zu unseren Winteraktivitäten dazugekommen.
Bei Coliving ist der Winter definitiv unsere „Hochsaison“ und wir kriegen oft Fragen zum Skifahren in der Schweiz.
Wohin soll’s gehen? Welche Skigebiete sind am besten für Familien, Anfänger, Freerider und so weiter geeignet? Welche Ausrüstung sollte man am besten kaufen? Kann man sie auch mieten?
Wir wollen hier nicht so tun, als wüssten wir alles über das Thema, aber wir haben uns schon ein paar gute Kenntnisse angeeignet und dachten, dass ein großer, umfassender Leitfaden zum Skifahren in der Schweiz super auf Novo-Monde passen würde.

PS: Wenn du nicht so sehr auf Skifahren stehst, sondern eher auf den Winter in der Schweiz im weiteren Sinne, dann habe ich auch einen umfassenden Reiseführer zu diesem Thema für dich in Arbeit, der bald erscheinen wird!
- Der Guide zu den bekanntesten Skigebieten in der Schweiz
- Der Magic Pass: eine kleine Revolution in der Welt der kleinen Skigebiete
- Das Magic Pass-Konzept – Preise und praktische Infos
- Die besten Skigebiete des Magic Pass?
- Karte der Schweizer Skigebiete
- Günstiger Ski fahren: ein paar Tipps, um ein bisschen Geld zu sparen
Der Guide zu den bekanntesten Skigebieten in der Schweiz
Wenn man an „Skifahren in der Schweiz“ denkt, kommen einem oft die großen Skigebiete wie Verbier, Crans Montana, St. Moritz, Les Portes du Soleil, Zermatt oder Andermatt in den Sinn. Ich will euch echt nicht davon abhalten, diese Orte zu entdecken. Wir haben lange im Skigebiet Portes du Soleil gewohnt und diese Region einfach geliebt. Das Gebiet ist riesig und die Pisten sind echt top!

Aber sagen wir einfach, dass die bekanntesten Skigebiete auch bei weitem die teuersten sind (egal ob Skipass, Ausrüstungsverleih, Unterkunft oder sogar Essen und Trinken im Skigebiet). 😉 In Zermatt hätte ich mich fast verschluckt, als man mir 7 CHF für eine einfache Rivella berechnet hat… Es gibt aber auch viele andere Skigebiete, wo die Preise, das verspreche ich dir, viel „normaler” sind. Les Portes du Soleil ist übrigens so eine Art Mittelweg… Es ist ein riesiges Skigebiet (650 km Pisten zwischen der Schweiz und Frankreich) mit einer noch recht familiären Atmosphäre und „angemessenen” Preisen, wenn man die Größe des Skigebiets bedenkt.
Kurz gesagt, ich muss dir nicht mehr über die großen Skigebiete erzählen. In diesem Artikel werde ich mich eher auf die konzentrieren, von denen du vielleicht noch nicht gehört hast oder die ich für Familien preiswert finde / die von den Schweizer Städten aus leicht zu erreichen sind.
Stationen in der Nähe von Zürich
Es ist lustig, denn wenn man an Skifahren denkt, ist Zürich nicht unbedingt die erste Stadt, die einem in den Sinn kommt. Ja, klar… wir sind nicht wirklich in den Alpen (und auch nicht wirklich in der Nähe). Aber dank der zentralen Lage und dem super Verkehrsnetz sind mehrere Skigebiete schnell erreichbar, sowohl mit dem Auto als auch mit dem Zug. Hier sind die besten Reiseziele, je nachdem, wie viel Zeit du hast und was für ein Skifahrer du bist.

Nur eine Stunde mit dem Auto oder Zug entfernt liegt Flumserberg, der Lieblingsort der Zürcher. Die direkte Zugverbindung nach Unterterzen macht es zu einem perfekten Ausflugsziel für junge Berufstätige oder Familien, die einen Skitag ohne viel Aufwand genießen wollen. Der Zug fährt direkt zur Seilbahn, und es dauert buchstäblich nur eine Stunde vom Einsteigen in den Zug am Hauptbahnhof Zürich bis zum Einsteigen in die Seilbahn. Mit seinen breiten Pisten und dem Blick auf den Walensee ist Flumserberg der perfekte Kompromiss zwischen Nähe und Vergnügen.

Etwas weiter entfernt, in 1 Stunde und 20 Minuten Entfernung, lockt Engelberg-Titlis fortgeschrittene und erfahrene Skifahrer an. Der Gletscher sorgt für super Schneeverhältnisse und der Ort ist mit Direktverbindungen von Zürich aus super zu erreichen. Freeride-Fans und Gruppen junger Erwachsener finden hier einen außergewöhnlichen Spielplatz.

Für Snowboarder ist auch der Ort Hoch-Ybrig echt cool (1 Stunde und 25 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Zürich HB aus).
Für alle, die ein ganzes Wochenende unterwegs sein wollen, bieten Arosa-Lenzerheide und Laax (ca. 1 Std. 40 Min.–1 Std. 50 Min. mit dem Auto oder Zug + Bus) riesige, moderne Skigebiete. Arosa ist mit seinen abwechslungsreichen Pisten super für Familien, während Laax mit seinen bekannten Snowparks vor allem ein jüngeres, sportliches Publikum anzieht, besonders Snowboarder.
Für ein echt alpines Erlebnis ist Andermatt immer noch eine gute Wahl und liegt weniger als zwei Stunden entfernt. Mit dem Zug über Göschenen erreichbar, ist es das perfekte Ziel für erfahrene Skifahrer und alle, die anspruchsvolle Pisten lieben.
Um zum Skifahren zu fahren, empfehlen wir dir, die öffentlichen Verkehrsmittel ab Zürich zu nehmen. Die Bahnhöfe sind leicht zu erreichen und du musst dir keine Gedanken über den Verkehr oder Parkplätze machen (was in der Saison echt nervig sein kann). Wenn du öfter mit dem Zug fährst, solltest du mal schauen, ob sich das Halbtax-Abo lohnt. Es kostet 120 Franken für einen Monat und du bekommst 50 % Rabatt auf alle öffentlichen Verkehrsmittel.
Wenn du noch nie Ski gefahren bist und es mal ausprobieren willst, empfehlen wir dir, einen Kurs zu machen! Jeder Skiort hat seine eigene Skischule. Am besten meldest du dich vorher bei ihnen.
Wenn du in der Schweiz unterwegs bist und weder Ausrüstung noch Erfahrung hast, gibt es „All-inclusive“-Schnuppertage, die du bei Civitatis buchen kannst. Das kostet 350 € pro Tag und beinhaltet den Transport, den Tag auf der Piste, einen Skilehrer für 2-3 Stunden und die gesamte Ausrüstung. Ich will dir nichts vormachen, das ist teuer, aber wenn du alles selbst organisierst, würde es sogar noch mehr kosten. Sieh dir diesen Tag auf Civitatis an.
Die Bahnhöfe in Richtung Bern
Ja, die Hauptstadt liegt nicht hoch in den Bergen, aber sie ist ganz nah am Berner Oberland und hat ein super effizientes Zug- und Busnetz. Das heißt, dass man einige der schönsten Schweizer Skigebiete im Handumdrehen erreichen kann, manchmal schneller als man denkt.
Etwas mehr als eine Stunde mit dem Auto oder Zug entfernt liegt Adelboden-Lenk, ein riesiges Skigebiet, das perfekt für Familien und fortgeschrittene Skifahrer geeignet ist. Die Pisten sind abwechslungsreich, die Landschaft typisch für das Oberland und die Atmosphäre im Dorf ist gemütlich. Es ist ein „sicherer Tipp” für einen Ausflug von Bern aus, ohne großen Aufwand.


Noch ein bisschen näher dran ist Meiringen-Hasliberg, echt eine super Wahl für einen einfachen und coolen Tagesausflug. Mit dem Auto oder Zug bist du in etwa 1 Stunde und 10 Minuten da. Die Pisten sind lang, gut ausgerichtet und das Gebiet ist ideal für aktive Familien, mit coolen Anfängerbereichen.
Das wahre Juwel, das man von Bern aus erreichen kann, ist die Jungfrau Region: Grindelwald, Wengen und Mürren. Mit dem Zug kommt man in etwa 1 Stunde 20 Minuten bis 1 Stunde 30 Minuten nach Grindelwald, und dort erwartet einen ein Panorama wie auf einer Postkarte. Fortgeschrittene und erfahrene Skifahrer lieben die Vielfalt des Skigebiets, während Besucher, die auf der Suche nach spektakulären Landschaften sind, immer wieder begeistert zurückkommen.
Für ein exklusiveres Ambiente ist Gstaad (Teil des Magic Pass) etwa 1 Stunde und 25 Minuten von Bern entfernt. Perfekt für ein ruhigeres und schickes Wochenende. Ich sag’s dir lieber gleich: Gstaad ist so was wie unser lokales St-Tropez. 😉 In der Hauptstrasse des Dorfes findest du eher einen Louis Vuitton als einen Decathlon, haha.


Von Bern aus scheinen die Alpen fast vor der Haustür zu liegen. Du musst nur den Ort auswählen, der zu deiner Tageslaune passt: sportlich, familienfreundlich oder zum Entspannen.
Die Bahnhöfe in Richtung Lausanne / Genf
Wenn im Waadtländer oder Neuenburger Jura Schnee liegt, ist das der perfekte Moment, um La Dôle, Les Rousses (direkt hinter der Grenze) oder St-Cergue zu genießen. Von Genf oder Lausanne aus sind es etwa 45 Minuten bis 1 Stunde und 20 Minuten mit dem Auto, und schon bist du auf ruhigen Pisten, die perfekt für Familien, Anfänger und kurze Ausflüge sind. Die Atmosphäre ist freundlich und der Blick auf den Genfer See macht das Ganze noch cooler.
Wenn du ein bisschen mehr Abenteuer und Höhenunterschied suchst, dann fahr zu den Skigebieten in den Waadtländer Alpen, wie Villars-Gryon, Les Diablerets oder Leysin, die etwa 1 bis 1,5 Stunden Fahrtzeit entfernt sind. Diese Skigebiete sind auch mit Zug und Bus von Lausanne aus erreichbar und bieten abwechslungsreiche Pisten für alle Schwierigkeitsgrade, von Anfängerbereichen bis hin zu technisch anspruchsvolleren Pisten, in einer authentischen und herzlichen Dorfatmosphäre.



Für alle, die große Skigebiete und sportliches Skifahren lieben, sind die Portes du Soleil (Morgins, Champéry, Les Crosets) in etwa 1 Stunde bis 1 Stunde 30 Minuten von Lausanne und in 1 Stunde 30 Minuten bis 1 Stunde 50 Minuten von Genf aus erreichbar. Hier sind erfahrene Skifahrer und Snowboarder genau richtig, mit kilometerlangen, miteinander verbundenen Pisten, bekannten Snowparks und spektakulären Alpenpanoramen. Für alle, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, ist Champéry eindeutig der einfachste Ort. Man nimmt den Zug nach Aigle und steigt dann in die AOMC um, die einen direkt zum Fuß der Pisten bringt.

Von Lausanne oder Genf aus muss man also nicht weit fahren, um den Schnee zu genießen: Jura für einen kurzen Ausflug, Waadt für ein Wochenende im kleinen Rahmen und Portes du Soleil für das komplette Alpenerlebnis. Jeder kann sich je nach Stil und Zeitplan seine persönliche Dosis Wintersport aussuchen!
Skifahren im Wallis: die besten Skigebiete

Willkommen bei uns! 🙂 Ehrlich gesagt, im Wallis zu wohnen, ist für Schneefans wie ein Sechser im Lotto. Hier sind die Alpen direkt vor der Haustür, majestätisch, und egal, wohin man schaut, sieht man einen Gletscher oder einen Berg, den man hinunterfahren kann. Man muss nicht weit wegfahren: Das Beste, was Skifahren zu bieten hat, ist direkt vor der Haustür.
Aber egal, ob du aus der Gegend kommst oder zu Besuch bist, du kannst zwischen bekannten großen Weingütern und geheimen kleinen Orten wählen, um für Abwechslung zu sorgen. Hier ist unsere Auswahl:
Wenn man sich für einen echten Klassiker entscheiden will, kommt man an Zermatt nicht vorbei. Das Matterhorn im Hintergrund, Pisten soweit das Auge reicht und ein Gletscher, auf dem man fast das ganze Jahr über Ski fahren kann… Das ist DER Ort, der jedes Mal beeindruckt. Daneben zieht Verbier diejenigen an, die anspruchsvolle Abfahrten und eine etwas „alpine Fiesta”-Atmosphäre mögen. Aber persönlich fahren wir, wenn wir Lust auf einen „großen” Skiort haben, auch sehr gerne nach Saas Fee / Saas Almagell (tolle Infrastruktur und gute Après-Ski-Atmosphäre), das aber deutlich weniger glamourös ist. Die Skigebiete Anzères, Ovronnaz und Leukerbad sind auch super schön! Und nicht zu vergessen: Diese Skigebiete sind Teil des oben erwähnten Magic Passes. 😉



Aber das wahre Vergnügen besteht darin, die geheimen Ecken zu kennen. Zum Beispiel Arolla, ein echtes Juwel für Freerider, weit weg von den Menschenmassen und mit fast unendlichen Möglichkeiten für Pulverschnee. Allerdings muss man auf Sessellifte und andere hochmoderne Anlagen verzichten… Der Aufstieg zur Buvette 3000 erfolgt über eine Reihe von Tellerliften (oder „Tire-Pommes“ für die Franzosen). Als Einwohner dieser Gegend sind wir zu 300 % vom Charme dieses Erlebnisses überzeugt, aber ich möchte Sie lieber vorwarnen. 😉
Unser anderer „Heimskigebiet“ ist Evolène! Dort gibt’s zwar einen Sessellift, aber der ist nicht gerade der modernste, haha. Aber wir lieben dieses Skigebiet wegen der Vielfalt der Pisten und vor allem wegen der atemberaubenden Aussicht! Man muss nicht nach Zermatt fahren, um beim Skifahren das Matterhorn zu sehen, das gibt’s auch in Evolène. 😉


Grimentz und Saint-Luc gehören auch zu unseren Favoriten für Tagesausflüge zum Skifahren! Riederalp oder Bettmeralp haben diesen „Bergdorf-Charme”, der perfekt für gemütliche Abfahrten und Ausblicke auf den Aletsch, den längsten Gletscher Europas, ist.
Der Magic Pass: eine kleine Revolution in der Welt der kleinen Skigebiete
Wenn du in der Schweiz lebst, muss ich dir den Magic Pass wahrscheinlich nicht vorstellen… Er ist überall bekannt und wird immer beliebter. Wenn du aber gerade in unserem schönen Land unterwegs bist oder vorhast, hier Ski zu fahren, könnte diese Info für dich echt nützlich sein.

Der Magic Pass ist so was wie der Schlüssel für alle, die total auf die Berge stehen und sich nicht mehr zwischen zwei oder drei Skigebieten entscheiden wollen: Seit dem Start 2017 hat diese Genossenschaft ein „All-you-can-ski”-Abo auf die Beine gestellt, das echt was verändert hat. Damals haben 25 Schweizer Skigebiete (Wallis, Waadt, Freiburg, Neuenburg, Bern) gesagt: „Los, lasst uns zusammenarbeiten!”, um die Berge zugänglicher zu machen. Die Grundidee war einfach: ein einziger Pass, um viele Skigebiete zu entdecken, ohne sich finanziell zu ruinieren und ohne sich den Kopf darüber zu zerbrechen, für jedes Skigebiet einen eigenen Pass zu kaufen. Von Anfang an schlossen sich vor allem die „kleineren“ Skigebiete zusammen, um ein Angebot zu schaffen, das ein bisschen mit den großen Skigebieten mithalten konnte. Aber schon bald schlossen sich auch einige größere Skigebiete dem Pass an, als sie den Erfolg sahen und vor allem erkannten, wie sehr sie damit ein neues Publikum erreichen konnten.
Seitdem ist der Magic Pass immer größer geworden: Für die Saison 2025-2026 wird er fast 100 Skigebiete abdecken, von denen 48 im Sommer geöffnet sind. Dieses Jahr sind 17 neue Skigebiete dazugekommen (Gstaad, Meiringen-Hasliberg, Belalp, Melchsee-Frutt und andere). Auch Skigebiete in Frankreich und Italien sind jetzt dabei! Kurz gesagt, es ist kein kleiner „lokaler” Pass mehr, sondern ein echter Bergpass für Sommer und Winter.
Das Magic Pass-Konzept – Preise und praktische Infos
Was den Magic Pass aber wirklich clever macht, ist sein Preismodell: keine „supergünstigen“ Abonnementkontingente, sondern Stufen, die im Laufe der Zeit steigen. Bei seiner Einführung (im Frühjahr) kostet der Pass sehr wenig: Bei der Markteinführung lag der „Early Bird“-Preis in diesem Jahr bei 419 CHF. Dann steigt der Preis nach und nach, je näher der Verkaufsstichtag rückt. Es gibt keine begrenzte Anzahl von „Early Passes”, sondern eher Fristen, um die besten Preise zu bekommen. Dieses System motiviert dazu, sich früh zu entscheiden, lässt aber auch Spielraum für diejenigen, die sich etwas später entscheiden.

Nur damit du Bescheid weißt: Der Preis steigt im Laufe des Jahres und liegt bei Last-Minute-Buchungen bei 944 CHF.
Wenn man den Pass kauft, kann man Extras wie zum Beispiel den Glacier 3000 oder eine „Bäder”-Option dazunehmen, mit der man auch in die Thermalbäder der Partnerorte kann. Wir haben immer nur den Pass genommen und das hat uns immer völlig gereicht.
Tipps für einen cleveren Kauf:
- Wenn du sicher bist, dass du „viel“ Ski fahren oder mehrere Wochenenden unterwegs sein wirst, hol dir den Pass gleich, wenn er in den Verkauf geht (oder vor dem spätesten Stichtag), dann sparst du ordentlich. Aber Achtung, ich setze hier bewusst Anführungszeichen, denn „viel“ ist relativ. Bei 419 CHF hat sich der Pass in der Regel schon nach 8 bis 10 Tagen (je nach den gewählten Skigebieten).
- Wenn du noch unentschlossen bist, aber trotzdem überlegst, eins zu nehmen, dann achte auf die „Stufen“: Manchmal lohnt es sich, ein bisschen zu warten, wenn die nächste Stufe nicht viel teurer ist, aber die Preise können schnell steigen.
- Hey, das Abo ist echt fast nicht erstattungsfähig… Eine Versicherung ist zwar möglich, aber auch da sind die Rückerstattungsbedingungen echt streng (eine Meinungsänderung reicht nicht aus, man braucht eindeutig ein ärztliches Attest).
- Die Option „Bäder“ kann interessant sein, wenn du das magst: Damit wird das Abonnement echt vielseitig (Skifahren + Entspannung).
Die besten Skigebiete des Magic Pass?
Oh Mann… diese Frage ist echt schwer zu beantworten! Der Magic Pass ist eigentlich eine Mischung aus ein paar größeren Skigebieten und vielen kleinen. Ich persönlich mag diese Mischung sehr! Denn nein, der Magic Pass ist nicht in jeder Hinsicht „magisch“. Da das Abonnement sehr beliebt geworden ist (über 200’000 verkaufte Abos pro Jahr), sind einige Skigebiete (vor allem die, die als relativ gross gelten und in der Nähe der grossen Städte der Genferseeregion liegen) am Wochenende oft überfüllt. Das ist völlig normal, werden Sie sagen, aber ich persönlich habe genauso viel Freude daran, einen kleineren Skigebiet zu entdecken, das dafür viel ruhiger ist.


Wir leben ja in den Bergen. Wir haben nie gezählt, aber ich denke, wir kommen auf weit mehr als 40 oder 50 Skitage pro Saison. Aber Achtung, wenn ich „Tage” sage, meine ich eigentlich „Ausflüge”. Da wir nicht weit weg wohnen, fahren wir regelmäßig zur Pistenöffnung um 8:30 oder 9:00 Uhr, je nach Skigebiet, und „beenden” unseren Tag gegen 11:00 oder 11:30 Uhr. Dann gehen wir nach Hause, duschen und arbeiten bis zum Abend. Klar, unser aktueller Lebensstil ist nicht „normal”. Ich denke, ein kleiner Ort wie Arolla könnte langweilig sein, wenn jemand eine ganze Woche hier verbringen und 6 Stunden am Tag Ski fahren möchte… Für uns ist dieser Ort einfach das Paradies, denn in 2 Stunden am Morgen haben wir unsere Dosis Sport und Vitamin D und sind für den Rest des Tages startklar. 😉
Also, ich persönlich würde sagen, wenn du eher auf kleine Skigebiete aus bist, könnte es cool sein, dich in der Ebene niederzulassen (zum Beispiel in der Nähe von Sion) und jeden Tag ein anderes Skigebiet auszuwählen.
Karte der Schweizer Skigebiete
Unten hab ich dir eine Karte mit den wichtigsten Skigebieten der Schweiz zusammengestellt. Ich hab versucht, so viele wie möglich reinzupacken, aber vielleicht hab ich ja doch ein paar vergessen. Schreib mir einfach einen Kommentar, damit ich die Karte später aktualisieren kann.
Hinweis: In Blau sind die Stationen markiert, die zum Magic Pass gehören.
Günstiger Ski fahren: ein paar Tipps, um ein bisschen Geld zu sparen
Bevor ich diesen Artikel beende, möchte ich noch kurz auf das Thema „Skiurlaub-Budget” eingehen. Denn ja, ich will euch nichts vormachen: Skifahren ist teuer, sogar sehr teuer! Aber es gibt trotzdem ein paar Punkte, die man bedenken sollte:
Die Abonnements (wochenweise oder saisonal)
Ich erwähne das, weil ich letzten Winter mit einer Frau aus den Niederlanden auf den Pisten von Arolla ein echt interessantes Gespräch hatte. Wir haben uns in der Schlange vor dem Skilift unterhalten und sie meinte: „Oh, du lebst hier? Das ist ja super, dann lohnt sich das Abonnement auf jeden Fall! Mein Mann und ich kommen jedes Jahr hierher: eine Woche zu Weihnachten und 10 Tage im März. Der Tag kostet nur 48 CHF oder 300 CHF pro Woche, was für die Schweiz nicht teuer ist.“

Ihre Bemerkung hat mich neugierig gemacht und ich hab sie gefragt, warum sie nicht den Magic Pass nehmen. Sie meinte, dass es sich für zwei Wochen im Jahr nicht lohne.
Die Wahrheit ist, dass sie sich nie dafür interessiert hat, weil der Magic Pass im Vorverkauf 419 CHF kostet. Das heißt, dass er sich bei 9 Skitagen schon bezahlt gemacht hat!
In Gegenden wie dem Grossen Sankt Bernhard gibt’s zum Beispiel den Pass St-Bernard, der nur 169 CHF pro Jahr kostet und unbegrenzten Zugang zu den Skigebieten Vichères-Liddes, La Fouly-Champex-Lac und Bourg-St-Pierre bietet (sowie zu vielen anderen Aktivitäten in der Region wie der Eisbahn, dem Schwimmbad usw.). Wenn man bedenkt, dass ein Skitag in diesen Skigebieten etwa 46 CHF kostet, ist die Rechnung schnell gemacht. In 3 Tagen hat sich der Pass schon amortisiert!
Wenn du in größere Skigebiete fährst, ist es natürlich schwieriger, Geld zu sparen. 😉 Auch wenn manche im Vorverkauf im Internet oder zusammen mit Transportangeboten günstigere Pauschalangebote haben (schau dir zum Beispiel die Seite Snow&Rail auf der Website der SBB an, dort gibt’s Angebote mit bis zu 30 % Rabatt).
Unterkunft im Skiurlaub
Was die Unterkünfte angeht… Wenn man in den Bergen lebt, weiß man, wie verrückt das manchmal sein kann! Wohnungen, die „normalerweise” 1000 CHF pro Monat kosten, wenn man sie für ein ganzes Jahr mietet, werden vom Markt genommen, um in der Hochsaison für 1500 CHF pro Woche (oder mehr) vermietet zu werden. Ganz ehrlich, beim Thema Unterkunft ist Vorausplanung das A und O! Neben Plattformen wie Booking empfehlen wir dir auch, bei lokalen Immobilienagenturen nachzuschauen. Direktvermietungen sind auch eine Option, aber da gibt’s weniger Garantien. Je touristischer und beliebter ein Ort ist, desto mehr gibt’s auch kleine Gauner und Betrüger.

Um eine Unterkunft zu finden, kannst du die Karte unten nutzen und auf den Bereich deiner Wahl zoomen. Dort findest du Hotels, Ferienwohnungen, aber auch Apartments/Chalets.
Eine Lösung, die nicht oft erwähnt wird, die ich aber persönlich ziemlich oft Leuten empfehle, die viele Gegenden erkunden wollen: Übernachtet in der Ebene! In unserer Region zum Beispiel findet man in Sion und Umgebung leicht ein 3-Sterne-Hotel für weniger als 120 CHF pro Nacht (und in einer Herberge/Ferienwohnung sogar noch weniger). In einem Ferienort ist dieser Preis in der Hochsaison so gut wie unmöglich zu finden.
In der Stadt verliert man zwar den Charme der Berge, hat aber dafür mehr Auswahl an Restaurants, Ausgehmöglichkeiten, Kinos usw. Und in Sion gibt’s fast 10 Skigebiete, die man in 30 Minuten mit dem Auto erreichen kann (Veysonnaz, Thyon, Ovronnaz, Evolène, Anzère, Crans Montana, Nax, Vercorin, Nendaz und weniger als eine Autostunde entfernt St-Luc, Chandolin, Grimentz, Arolla, Leukerbad, Champéry, Morgins, Villars, Leysin und viele mehr!). Bonus: Die meisten dieser Skigebiete sind auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar!

Verkehrsmittel / Zugang zu den Pisten
Was den Transport angeht, empfehle ich dir echt, mal die Angebote der öffentlichen Verkehrsmittel zu checken. In der Schweiz wird echt viel gemacht, um die Mobilität rund um die Skigebiete zu verbessern. Ob kostenlose Shuttlebusse oder Kombi-Angebote aus Transport + Skipass – es gibt jede Menge Optionen! Skifahren hat einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen, aber was man nicht unbedingt weiß, ist, dass mehr als 50 % der Emissionen tatsächlich durch den Transport der Skifahrer zu den Pisten verursacht werden. Das lässt sich nicht immer zu 100 % vermeiden, aber jede Reduzierung in diesem Bereich ist gut (zumal das Parken oft teuer und mühsam ist!).
Und wenn du viel mit Zug oder Bus unterwegs bist, lohnt es sich vielleicht, das Halbtax-Abo zu checken. Es kostet 120 CHF für einen Monat und du bekommst 50 % Rabatt auf alle öffentlichen Verkehrsmittel. Wenn du viel unterwegs bist, macht sich das schnell bezahlt!
Hier ist eine Infografik von UTOPIES über den CO2-Fußabdruck eines Skitages.

Ausrüstung mieten oder kaufen

Wenn du schon alles hast, was du brauchst, ist dieser Punkt natürlich nicht so wichtig… Aber wenn du, wie viele andere auch, noch nicht die komplette Ausrüstung hast, sind hier ein paar Tipps, die dir helfen könnten:
- Tankstellenshops: Die beliebteste und natürlich praktischste Option, aber oft auch die teuerste.
- Online kaufen. Unsere „neue“ Ausrüstung kaufen wir fast immer bei Snowleader. Die haben regelmäßig Sonderangebote (vor allem am Black Friday vor Saisonstart – die nennen das „White Week“).
- Leih dir vor der Abreise Sachen von Freunden aus. Das klingt zwar blöd, aber man denkt nicht unbedingt daran, und doch sind viele bereit, ihre Ausrüstung zu verleihen, wenn sie sie nicht brauchen.
- In einem Geschäft in der „Ebene“ ausleihen. Ja, Skiausrüstung kann man auch in Sportgeschäften in der Ebene oder zum Beispiel bei Decathlon ausleihen. Die Wochenpreise sind oft echt günstig!
- Denk mal an Secondhand-Sachen! Ob auf Facebook Marketplace, Le Bon Coin vor deiner Abreise oder in Secondhand-Läden an deinem Urlaubsort. In Sion zum Beispiel gibt’s bei Emaus jede Menge Skiausrüstung und ehrlich gesagt kann man dort echt gute Schnäppchen machen. Einige Colivers haben Sets mit Schuhen, Skiern und Stöcken für weniger als 150 CHF gefunden (natürlich günstiger als jeder Verleih). Am Ende deines Aufenthalts kannst du die Ausrüstung entweder behalten oder dem Laden spenden, um ihr ein neues Leben zu schenken (und Emaus ein bisschen mehr zu unterstützen).
Essen auf der Piste
Der letzte Punkt mag vielleicht ein bisschen nebensächlich klingen, aber er kann echt einen großen Unterschied machen. Mahlzeiten auf der Piste sind meistens ziemlich teuer. Klar, ein Fondue auf einer Terrasse kann ein wichtiger Teil des Erlebnisses sein, aber in den meisten Skigebieten gibt’s auch Picknickplätze. Wir selbst essen SEHR selten auf der Piste. Entweder nehmen wir etwas mit oder wir nutzen einfach die Mittagspause (in der Regel weniger frequentiert) zum Weiterskifahren und kehren dann etwas früher zurück.

So, das war’s für heute von mir! Wenn du Fragen hast oder denkst, dass wir was Wichtiges vergessen haben, schreib uns doch einfach einen Kommentar! 🙂 Bis bald mit neuen Artikeln.
Hey, dieser Artikel hat Affiliate-Links zu Partner-Websites. Das heißt, wenn du über einen unserer Links eine Unterkunft buchst, kostet dich das natürlich nicht mehr, aber wir kriegen eine kleine Provision. 😉 Danke für deine Unterstützung!

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