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Via Alpina – Die zwei höchsten Pässe von Lauterbrunnen nach Kandersteg


Zwischen Lauterbrunnen und Kandersteg überquert die Via Alpina zwei der höchsten Pässe der gesamten Route. Ein spektakulärer und anspruchsvoller Abschnitt mit hochalpiner Kulisse.

Letzte Überarbeitung: 03/02/2026 0 COMMENTAIRE

Nach vier tollen Wandertagen zwischen Engelberg und Lauterbrunnen haben wir euch am Fuße einiger der schönsten Berge der Schweiz zurückgelassen. Nach einem wohlverdienten Ruhetag machen wir uns bereit für die beiden größten Herausforderungen dieser Schweizer Via Alpina: den Sefinenfurgge-Pass (2612 m) zwischen Lauterbrunnen und Griesalp sowie den Hohtürli-Pass (2778 m) zwischen Griesalp und Kandersteg.

Für diese beiden Tage wissen wir schon im Voraus, dass unsere kleinen Oberschenkel ganz schön zu leiden haben werden, wie man so schön sagt… Das ist schnell klar, denn wir müssen 1800 m hoch, dann 1300 m runter, dann wieder 1400 m hoch und schließlich 1600 m runter! Aber hey, wir wissen auch, dass wir die Chance haben werden, einige der schönsten Orte der Schweiz zu sehen (wie den Oeschinensee 😉 ). Wir sind also super motiviert, als wir an diesem Morgen vom Campingplatz in Lauterbrunnen in Richtung des ersten der beiden höchsten Pässe der Via Alpina aufbrechen.

Der Sefinenfurgge-Pass zwischen Lauterbrunnen und Griesalp

Wir waren echt überrascht, dass wir noch nie in Lauterbrunnen waren! Dabei ist das ein wunderschönes Dorf zwischen Felsen mit tollen Wasserfällen überall… echt wie ein kleines Schweizer Yosemite 😉 . Leider ist das Dorf auch als Mekka für Basejumper in der Schweiz bekannt, mit tödlichen Unfällen jedes Jahr.  Auf dem Weg zum Dorf Mürren sind wir übrigens einem begegnet, der ganz aufgeregt war, weil er springen wollte (unter dem Einfluss von Adrenalin oder anderen Substanzen 😉 ).

Lauterbrunnen

Nach schon 800 m Aufstieg durch den Wald kommt man zum Dorf Mürren, das über den Klippen liegt, die man von Lauterbrunnen aus sehen konnte. Dank seiner tollen Lage auf einem Balkon gegenüber der Jungfrau, dem Eiger und dem Mönch (immer dieses magische Trio 😉 ) ist es auch ein sehr beliebtes Touristenziel.
Keine Überraschung, nach dem Dorf geht’s weiter bergauf in Richtung Rotstockhütte. Auch wenn es steil bergauf geht, wie ihr sehen könnt, ist die Landschaft nicht unangenehm und man spürt den Höhenunterschied kaum 🙂 .

le village de MürrenJungfrau au-dessus de Mürren

Nach unserer üblichen Mittagspause mit Wraps mit Salami und Alpkäse kommen wir zur Rotstockhütte, von der aus man einen super Blick auf die Jungfrau hat. Aber heute haben wir nicht wirklich Zeit, um hier zu bleiben. Es ist schon 14 Uhr und wir müssen noch zum Pass hoch und dann wieder runter, bis wir einen Platz zum Zelten finden.

Der letzte Aufstieg zum Pass fängt ziemlich entspannt an. Wir kommen an einer letzten Alm mit einem kleinen See vorbei, von wo aus man einen super Blick auf das magische Trio hat 😉 . Danach wird’s aber ernst! Wir klettern über ein letztes, ziemlich steiles Geröllfeld und erreichen schließlich glücklich den Sefinnenfurgge-Pass auf 2612 m Höhe (auch wenn die Aussicht auf dem Gipfel durch Nebel etwas eingeschränkt ist).

rotstockhütteEiger Mönch et Jungfrau depuis Sefinenfurggemontée SefinenfurggeSefinenfurgge
Abfahrt Griesalp

Bei dem starken Wind bleiben wir nicht lange oben… und freuen uns über den beeindruckenden Abstieg vom Pass in Richtung Griesalp. Eine steile Treppe, die direkt in den Nebel führt 🙂 . Na ja… wenigstens gibt’s eine Treppe, denn ohne die wären wir hier definitiv nicht runtergekommen!

Nach einer knappen Stunde Abstieg fangen wir an, nach einem Platz zum Zelten zu suchen… Wir dachten, wir hätten einen guten Platz gefunden, aber dann kam eine Kuhherde von der Alm herunter und hat uns dazu gebracht, uns anders zu entscheiden 🙂 . Also gehen wir weiter runter, fast bis nach Griesalp. Nachdem wir die Bäuerin gefragt haben, wo wir unser Zelt aufschlagen können, beschließen wir, uns am Flussufer neben einem kleinen Grillplatz niederzulassen. So müde wie wir sind, hätten wir sowieso überall schlafen können 😉

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Der Hohtürli-Pass zwischen Griesalp und Kandersteg

Nach einer ziemlich kühlen Nacht (jetzt wissen wir, dass es keine so gute Idee war, in der Nähe eines gefrorenen Flusses zu schlafen 😉 ) und einem leckeren Frühstück machen wir uns an DEN Aufstieg der Via Alpina: die 1400 Höhenmeter, die uns vom Hohtürli-Pass trennen.

Der erste Teil des Aufstiegs verläuft ganz sanft. Wie immer halten wir auf der Alm (der Bundalp) an, um den lokalen Käse für unsere Mittags-Wraps zu kaufen. Heute nehmen wir einen zwei Jahre alten Käse von der Bundalp-Alm. Ich kann euch sagen, der schmeckt fast wie Parmesan 😀 . Von der Alm aus sehen wir auch den Aufstieg, der uns erwartet… Allein beim Anblick tun mir schon die Beine weh!

Bundalp

Heute gibt’s keine großen Umwege… der Weg geht fast geradeaus nach oben! Außerdem ist auf dem Weg ziemlich viel los, weil die Blümlisalphütte auf dem Pass echt beliebt ist. Mit unseren großen Rucksäcken kommen wir fast genauso schnell voran wie eine kleine Gruppe von Opa-Typen um die 70 😉 . Wir denken uns, dass wir in ihrem Alter auch gerne noch solche Steigungen bewältigen könnten.
Nach einer guten Stunde Aufstieg wird es dann noch etwas schwieriger. Steile Treppen ersetzen den Weg, und man sollte besser keine Stufe verfehlen, wenn ihr wisst, was ich meine 😉 . Wir sind trotzdem froh, dass wir diese Passage bergauf gehen, denn mit dem Abgrund vor uns ist es echt beeindruckend!
Nach gut zwei Stunden dieser Tortur erreichen wir den Hohtürli-Pass. Ich kann dir sagen, dass wir froh sind, oben angekommen zu sein! Wir beschließen, hier zu essen, mit Blick auf das Griesalp-Tal, den Thunersee zu unserer Rechten und den Abstieg zum Oeschinensee zu unserer Linken.

vallée Griesalpescalier hohtürlihohtürli échellesnovomonde hohtürlivue blümlisalphütte hohtürli

Dann geht’s runter zum Oeschinensee, auf den wir uns schon total freuen (wir waren schon mal in der Gegend und haben echt coole Erinnerungen an diesen See mit seiner tollen Farbe). Auf dem Weg runter kommen wir an mehreren Gletschern vorbei… man kann sich nur vorstellen, wie viel Eis hier vor ein paar Jahren gewesen sein muss.

Oeschinen-Gletscher


Nach 700 m Abstieg blicken wir endlich auf den See hinunter. Wir machen einen kleinen Umweg und nehmen den oberen Weg, um einen tollen Blick auf den See zu haben (und auch, weil Benoit einen super Campingplatz am Wegesrand entdeckt hat).
Zuerst werden wir von einer Schafherde, die sich für die Nacht zurückzieht, vom Weg gedrängt (im Video kann man sehen, wie elegant Fabienne vom Weg weicht, um sie vorbeizulassen). Dann kommen wir an Benoits Traum-Campingplatz an und stellen fest, dass er schon von einem anderen Paar besetzt ist 🙁 …
Nachdem wir den Campingplatz aufgegeben hatten, beschlossen wir, zum Seeufer hinunterzugehen, um einen Plan B zu finden. Schließlich wurden wir am rechten Ufer des Sees fündig, etwas versteckt im Wald. Und als Belohnung für unsere Mühen bekamen wir ein letztes Geschenk: Die Sonne brach in den roten Stunden durch die Wolken über dem Berg, der den See überragt … was für ein wunderschöner Tagesausklang!

Hinweis: Auch wenn wir damals gefragt haben, ob wir im Wald am rechten Seeufer zelten dürfen, scheint das jetzt nicht mehr erlaubt zu sein (laut Rückmeldungen von Lesern).

Oeschinenseelac d'oeschinenoeschinen lakesunset oeschinen
Mehrtageswanderung

Willst du den Oeschinensee auf einer Wanderung erkunden? Dann check mal das Angebot von Allibert Trekking aus. Bei ihrem Pauschalangebot sind die Unterkünfte und Etappen schon organisiert, aber du kannst in deinem eigenen Tempo wandern. Die Route führt dich zu den bekanntesten Orten des Berner Oberlands, natürlich auch zum Oeschinensee. Insgesamt dauert dieser Aufenthalt 6 Tage und ist ab 695 € erhältlich.

Schau mal auf der Website von Allibert Trekking vorbei.

Die 2 höchsten Pässe der Via Alpina im Video

Wie immer seit Beginn unseres Abenteuers in der Schweiz hat Fabienne ein cooles kleines Video von diesen zwei tollen Tagen auf der Via Alpina gemacht (schaut es euch bis zum Ende an, um die Extras zu sehen 😉 ).

Und wenn du dir die Vlogs dieser beiden Etappen anschauen möchtest, dann klick hier 😉

Das waren also die beiden tollen neuen Etappen der Via Alpina. Nach all den Höhenmetern haben wir uns entschieden, einen kurzen Tag bis zum Dorf Kandersteg unterhalb des Oeschinensees zu machen und unsere Beine einen Nachmittag lang auszuruhen. Dann sind es nur noch 6-7 Etappen bis nach Montreux am Genfer See!

Nur noch etwa 115 km bis zum Ziel 🙂

Abschlussvideo der Via Alpina

Kleines Update zum Artikel, um euch unser Abschlussvideo zur Via Alpina zu zeigen, eine Zusammenfassung dieses tollen Abenteuers in 3 Minuten:

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