• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Artikel
    • Reisenunsere Reisen um die Welt
    • WandernWanderungen um die Welt
    • ReisebudgetAlle unsere Reisebudget
    • GedankenGendanken rund ums Reisen
    • Praktische TippsTipps um eine Reise zu planen
    • Digitale Nomadenrund um die Welt arbeiten
  • Länder
    • Europa
      • Schweiz
      • Frankreich
      • Italien
      • Norwegen
      • Spanien
  • Über uns
    • Hallo wir sind Fabienne und BenoitNachdem wir zwei Jahre in Wien gelebt und eine 19-monatige Weltreise unternommen hatten, ließen wir unser komfortables Leben in der Schweiz hinter uns, um Nomaden zu werden. Klicke hier, wenn du mehr über uns erfahren möchtest!
  • Home
  • Deutsch
    • Français
    • English
    • Deutsch

orellan, las medulas
Gefällt Ihnen unsere Arbeit? Unterstützen Sie uns auf
Novo-monde Europa / Reisen / Spanien / Tageswanderungen / Wandern

Besichtigung von Ponferrada und Las Médulas, der Goldmine aus der Zeit der römischen Zivilisationen


Willkommen in Kastilien und León, im Nordwesten Spaniens. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungsreise durch Ponferrada und zur Stätte Las Medulas

Letzte Überarbeitung: 31/07/2026 0 COMMENTAIRE

Diesen Winter haben wir uns wieder entschlossen, ein paar Monate in Galicien zu verbringen. Bei unserer Rückkehr haben wir uns für eine andere Route als im Vorjahr entschieden (du erinnerst dich bestimmt: Damals sind wir an der Nordküste Spaniens entlanggefahren und haben die Regionen Asturien und Kantabrien entdeckt). Kurz gesagt: 2022 sind wir also „geradewegs“ ins Landesinnere gefahren, unter anderem zur Ausgrabungsstätte Las Medulas und in die Stadt Ponferrada.

las medulas

Das ist lustig, denn wenn man mit Spaniern über Kastilien und León spricht, neigen sie schnell dazu, dir zu sagen, dass es in dieser Region „nichts zu sehen“ gibt. 😉 Also versprochen: Mit diesem Artikel und den nächsten, die bald auf dem Blog erscheinen, wollen wir euch zeigen, dass dieser Ruf absolut ungerechtfertigt ist! 🙂

Wir starten diese kleine Artikelserie über Kastilien und León also mit dem westlichsten Teil, nämlich der hübschen Stadt Ponferrada und der nicht weit davon gelegenen Stätte Las Medulas. Falls dir der Name „Las Medulas“ nichts sagt, weckt das nebenstehende Foto vielleicht doch Erinnerungen. Las Medulas gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als eine der bemerkenswertesten Überreste von Goldminen aus der Römerzeit (nicht mehr und nicht weniger).

Wenn du mehr über unsere Entdeckungen im Norden von Kastilien-León erfahren willst, klick einfach hier:

  • Unser Artikel über das hübsche Dorf Peñalba de Santiago und Astorga
  • Unser Artikel über die Höhle von Valporquero und die Berge von Riaño
Inhaltsverzeichnis
  1. Las Medulas: Freilichtmuseum im Bierzo
  2. Unsere Wanderung zur Erkundung von Las Medulas
    1. Von Las Medulas zum Aussichtspunkt Pedrices
    2. Pico de Placias: Kammweg und Panoramablick auf Las Medulas
    3. Der Aussichtspunkt von Orellan und ein Rundgang durch die alten Goldminen
    4. Zurück nach Las Medulas über die Cuevona
    5. Der Somido-See und der Aussichtspunkt Choa de Maseiros
    6. Karte unserer Wanderung in Las Medulas
  3. Unsere Meinung & Tipps für einen Besuch in Las Medulas
  4. Ponferrada: historische Stadt und Wallfahrtsort
    1. Spaziergang durch die Altstadt von Ponferrada
    2. Die Templerburg von Ponferrada
  5. Entdecke die Weine aus dem Bierzo

Las Medulas: Freilichtmuseum im Bierzo

Las Medulas

Eigentlich ist es schon lustig, denn wenn man sich die Gegend um Las Medulas ansieht, hat man ein bisschen den Eindruck, man stünde vor Badlands – Landschaften, die auf natürliche Weise durch Wasser und Erosion geformt wurden. In Las Medulas ist das aber (fast) gar nicht der Fall. Alles, was man hier sieht, ist eigentlich das Werk der Römer, die zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert n. Chr. in der Region präsent waren und diese Berge wegen des darin enthaltenen Goldes abbauten.

Die damals angewandte Technik bestand darin, Tunnel und Stollen in den lehmigen und relativ brüchigen Felsen zu graben und diese Hohlräume dann schlagartig mit Wasser zu fluten, um Teile des Berges zum Einsturz zu bringen. Das Geröll wurde anschließend gewaschen und sortiert, um feine Goldpartikel daraus zu gewinnen.

Goldgewinnung aus dem Mark
Ein kleines Foto von einer Informationstafel am Fundort Las Medulas

Um sich den gigantischen Arbeitsaufwand vorzustellen, den der Goldabbau mit sich brachte, muss man sich klarmachen, dass die Goldkonzentration in diesem Gestein bei etwa 1 bis 5 Gramm pro TONNE liegt! Das heißt: Um auch nur 1 Kilo Gold zu gewinnen, musste man zwischen 200 und 1000 Tonnen Gestein zum Einsturz bringen! Es gibt natürlich keine offiziellen Statistiken aus dieser Zeit, aber man schätzt, dass im Bergwerk von Las Medulas während der mehr als zwei Jahrhunderte, in denen es betrieben wurde, etwa 1.500 Tonnen Gold gefördert wurden – das sind etwa 5 Tonnen Gold pro Jahr!

Felslandschaft Las Medulas

Das Gebiet steht nun unter Schutz und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Unsere Wanderung zur Erkundung von Las Medulas

Ihr kennt uns ja mittlerweile… Es ist echt schwer, ein Naturgebiet zu besuchen, ohne wenigstens eine kleine Wanderung einzuplanen. 😉 Diesmal haben wir uns für eine Route entschieden, auf der man das gesamte Gebiet umrunden kann und obendrein noch ein paar tolle Aussichtspunkte zu sehen bekommt. Kommt ihr mit?

Von Las Medulas zum Aussichtspunkt Pedrices

Die Wanderung beginnt im Dorf Las Medulas. Von dort aus sind wir in Richtung des Aussichtspunkts von Pedrices aufgebrochen. Diese Route mag vielleicht etwas seltsam erscheinen, da man sich zunächst von der Stätte entfernt. 😉 Aber keine Sorge, das ist ganz bewusst so geplant! Tatsächlich haben wir uns für diese Rundwanderung entschieden, weil wir auch den Blick aus der Ferne auf diese alten Goldminen genießen wollten.

montée chemin des chêneschêne centenairevue las medulas

Der erste Teil der Wanderung führt uns durch einen Eichenwald (mit teilweise jahrhundertealten Bäumen) hinauf zum ersten Aussichtspunkt. Ein erster, sehr angenehmer Aufstieg, da es hier ziemlich schattig ist (im Gegensatz zum Rest der Wanderung), und je weiter man kommt, desto mehr offenbart sich der Blick auf die Medulas.

Aussichtspunkt Pedrices
die alten Goldminen, die das Dorf Las Medulas überragen

Vom Aussichtspunkt aus hat man einen tollen Blick auf das Dorf und Las Médulas im Hintergrund. Aber dieser Aussichtspunkt ist auch deshalb so schön, weil er einen direkten Blick auf eine der damaligen Bergbaustätten bietet: Llagua de Yeres. Eine Informationstafel erklärt dort die verschiedenen Schritte, mit denen die Römer das Gold abgebaut haben.

Pico de Placias: Kammweg und Panoramablick auf Las Medulas

Medulas-Wanderwege

Vom Aussichtspunkt aus sind wir ein kleines Stück den Weg entlanggelaufen, bis wir an eine Kreuzung kamen. Hier teilt sich der Weg in zwei Teile:

  • Eine Variante auf dem Wanderweg: ein ganz sanfter, sich schlängelnder Aufstieg
  • Die Route über den Kamm wird wie folgt beschrieben: „Bergweg, der gutes Schuhwerk und eine gute körperliche Verfassung erfordert und für Menschen mit Höhenangst nicht zu empfehlen ist“

Hmm… Mit unseren kleinen Turnschuhen (und nicht mit Bergschuhen) haben wir uns einen Moment lang angesehen… Wir schauten nach oben und fragten uns, wo denn die Berge waren??? 🙂 Haha, ich mache nur ein bisschen Spaß, aber es stimmt schon, dass der Begriff „erheblicher Höhenunterschied“ ziemlich subjektiv ist. Wir befanden uns an der Kreuzung auf 860 m Höhe und unsere Karte gab den höchsten Gipfel mit 1022 m an. Kein Grund, uns kleine Schweizer davon abschrecken zu lassen – ganz im Gegenteil!

Kurz gesagt: Wir haben keine Sekunde gezögert. Und wie ihr auf den Fotos unten sehen könnt, gab es auch keinen Grund, es zu bereuen. 😉

crête las medulassommet medulassentier medulasmines d'or las medulaschemin de crête las medulassentier baliséUNESCO las medulas

PS: Falls du dir Sorgen machst, können wir dich gleich beruhigen: Der Weg ist wirklich weder kompliziert noch gefährlich! Ich würde zwar keine Kleinkinder dorthin schicken (oder nur, wenn die Eltern sie gut im Auge behalten), aber ich verspreche euch, es ist wirklich nichts Dramatisches. Und es lohnt sich auf jeden Fall! 🙂

Der Aussichtspunkt von Orellan und ein Rundgang durch die alten Goldminen

Sobald du nach dem Pico de Placias wieder auf dem Hauptweg bist, führt die Route noch gut einen Kilometer lang entlang der Schotterstraße weiter. Zuerst erreichst du die Aussichtsplattform „Mirador de Orellan“, den „offiziellen“ Aussichtspunkt der Stätte Las Medulas. Von hier aus blickst du direkt auf die Felsformationen, aber es ist immer noch schwer vorstellbar, was für ein Labyrinth aus Gängen und Sälen sich im Inneren dieses Berges verbirgt!

mirador orellanorellan, las medulas

Direkt unterhalb des Aussichtspunkts kannst du die Stollen betreten (oder zumindest einen Teil davon). Der Besuch kostet 3 € pro Person und ist eine echte Rarität – du darfst sogar deinen Hund mitbringen. 😉 Der Rundgang durch die Stollen ist etwa hundert Meter lang und führt zu einer großen Öffnung in der Felswand, von der aus man einen atemberaubenden Blick auf die Landschaft hat. Die Besichtigung dauert etwa 20 Minuten und ist wirklich sehr schön!

galerie orellanpoint de vue orellan

Die Galerie ist an 6 Tagen in der Woche geöffnet (dienstags geschlossen) und die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit, aber im Großen und Ganzen sind es 11–14 Uhr und 16–18 Uhr (im Sommer bis 19:30 Uhr verlängert). Ein toller Bonus? Mit dem kleinen Helm, den du bekommst, siehst du einfach super aus! 🙂

vue orellancasque galerie orellan

PS: Der Rundgang ist überhaupt nicht gefährlich, das soll mal klar sein – es ist nur so, dass die Decke an manchen Stellen ziemlich niedrig ist.

Zurück nach Las Medulas über die Cuevona

Vom Aussichtspunkt Orellan aus haben wir uns entschieden, dem „offiziellen“ Weg zurück nach Las Médulas zu folgen. Dieser Weg ist direkter und führt direkt am Fuße der Felsformationen entlang.

la cuevonachemin barrédescente de las medulas

Bei unseren Recherchen hatten wir zwei Routen ausgemacht, von denen eine durch den oberen Teil des Geländes führt. Leider war dieser Bereich bei unserem Besuch als gesperrt gekennzeichnet, und wir mussten auf den Weg ausweichen, der links durch das Tal hinunterführt. Die Weggabelung befindet sich auf Höhe einer riesigen Höhle namens „La Cuevona“. Direkt darüber liegt eine weitere Höhle, die „Encantada“, doch leider war der Zugangsweg dorthin gesperrt.

Also haben wir uns einfach die erste Höhle kurz angesehen und sind dann über den Hauptweg wieder hinunter ins Dorf gegangen.

Wanderweg Las Medulas

Der Somido-See und der Aussichtspunkt Choa de Maseiros

Als wir wieder im Dorf Las Medulas ankamen, war unser Ausflug noch nicht ganz vorbei. Wir hatten online einen Artikel gelesen, in dem ein kleiner See unweit des Dorfes erwähnt wurde, von dem aus man anscheinend eine schöne Spiegelung der Berge im Wasser sehen kann. Der Somido-See liegt gut einen Kilometer westlich des Dorfes. Um dorthin zu gelangen, folgt man einem breiten Feldweg und kann am Ende einen Pfad nehmen, der am See entlang bis zum Aussichtspunkt Chao de Maseiros führt.

rando las medulasrando lac somide

Der Spaziergang ist schön und überhaupt nicht anspruchsvoll. Allerdings wollen wir dir nicht verheimlichen, dass wir die berühmten Spiegelungen der Medulas im Wasser nicht wirklich gesehen haben. 😉 Der Weg führt nämlich nicht komplett um die Insel herum, man muss also ein bisschen vom Weg abweichen, um ans andere Ufer zu gelangen.

Da Las Médulas doch ziemlich weit weg ist, scheint es uns schwierig, so ein Bild einzufangen (oder vielleicht, wenn mehr Wasser da ist … Der Wasserstand des Sees war bei unserem Besuch relativ niedrig). Aber na ja, wenn ihr schon keine Spiegelungen seht, entdeckt ihr vielleicht wie wir ein paar kleine Schildkröten. 😉

tortues lac somidolac somido

Karte unserer Wanderung in Las Medulas

Hier ist die genaue Route, der wir gefolgt sind. Auf der Karte siehst du, dass es von der Höhle aus (dem höchsten Punkt auf der Route) einen logischeren und direkteren Weg zurück ins Dorf gäbe. Genau dieser Weg war bei unserem Besuch gesperrt. Wenn er offen ist, wenn du dort bist, kann das eine schöne Alternative sein, um die Aussichtspunkte noch ein bisschen mehr zu genießen.

Die Route auf AllTrails herunterladen

Unsere Meinung & Tipps für einen Besuch in Las Medulas

Zum Abschluss dieses Besuchs in Las Médulas dachten wir uns, dass wir euch doch noch ein paar praktische Infos, aber auch einen allgemeineren Eindruck mitgeben wollen.

Unsere Meinung zur Médulas? Die Stätte ist wirklich wunderschön und auf jeden Fall einen Blick wert! Allerdings müssen wir zugeben, dass wir von der letztlich doch recht überschaubaren Größe des Geländes ein bisschen überrascht waren. Auf den Fotos könnte man sich nämlich leicht vorstellen, dass der Ort viel größer ist, als er in Wirklichkeit ist. Ich weiß nicht, in meiner Vorstellung sah es ein bisschen aus wie der amerikanische Bryce Canyon… 😉 Es hat zwar tatsächlich ein gewisses Flair, ist aber wirklich unendlich viel kleiner – das Gebiet, in dem sich die Felsformationen befinden, ist etwa 1 km² groß. 😉

Bryce Canyon vs. Las Medulas

Aus praktischer Sicht raten wir dir (wie so oft), die Wochenenden zu meiden, da dieser Ort bei den Einheimischen ziemlich beliebt ist. Es gibt in der Gegend keinen großen Zustrom ausländischer Touristen, wenn du also unter der Woche (und vor allem vormittags) hingehst, bist du ganz sicher ganz für dich allein!

Parkplatz Las Medulas

Was das Parken angeht, ist es am einfachsten, ins Dorf Las Medulas zu fahren. Dort gibt’s zwei große Parkplätze, und außerhalb der Saison kannst du dort problemlos mit einem Van oder Kleinbus übernachten.

Was die Jahreszeit angeht, kann man den Ort sozusagen das ganze Jahr über besuchen. Die Gegend ist nicht gerade für ihre schneereichen Winter bekannt, aber du solltest wissen, dass es zwischen Dezember und Februar/März durchaus mal schneien kann (sagen wir lieber: Das ist schon vorgekommen). Juli und August sind die heißesten Monate und unserer Meinung nach nicht ideal, wenn du dieselbe Wanderung machen willst wie wir. Der Weg ist sehr sonnenexponiert und es gibt so gut wie keinen Schatten. Wähle daher lieber den Frühling (April bis Juni) und den Herbst (September bis November).

Ponferrada: historische Stadt und Wallfahrtsort

Camino de Santiago, Ponferrada

Wenn man nach Las Medulas kommt, muss man einfach einen kleinen Zwischenstopp in der hübschen Stadt Ponferrada einplanen. Städte sind normalerweise nicht so unser Ding und wir bleiben dort in der Regel auch nicht allzu lange. Aber wir wollten unbedingt durch Ponferrada fahren, weil wir Fotos von der Templerburg von Ponferrada gesehen hatten – die allein hat uns schon überzeugt, dort anzuhalten!

Die kleine Stadt ist auch bei Pilgern relativ bekannt, die den „Camino Francés“ gehen, eine der Routen des berühmten Jakobswegs. Ponferrada ist nämlich die letzte offizielle Station vor dem Eintritt nach Galicien, der Region, in der das berühmte Santiago de Compostela liegt. Eine etwas symbolträchtige Etappe, die es den Wanderern ermöglicht, auf die Zielgerade ihrer Pilgerreise zu gelangen.

Hôtel in Ponferrada

Wenn du eine Unterkunft in Ponferrada suchst, findest du hier die Booking-Seite mit verschiedenen Optionen.

Was die Lage angeht, würden wir eher die Altstadt (am Ostufer des Rio Sil) empfehlen, aber die Stadt ist ja relativ überschaubar und man kann sich dort gut zu Fuß fortbewegen.

Hotels in Ponferrada anzeigen

Spaziergang durch die Altstadt von Ponferrada

Altstadt von Ponferrada

Für unseren Besuch haben wir auf dem großen Parkplatz vor der Pilgerherberge (am Jakobsweg) geparkt. Von dort aus haben wir einen kleinen Rundgang durch die Altstadt gemacht; den Teil, der am östlichen Ufer des Rio Sil liegt. Die Altstadt ist total niedlich und lässt sich bequem in einer knappen Stunde zu Fuß erkunden (sie ist nicht besonders groß), und von dort aus gelangt man zu Fuß zur Burg, die die Stadt überragt.

Aber mal ganz ehrlich: Der moderne Teil von Ponferrada (am anderen Ufer) ist unserer bescheidenen Meinung nach nicht unbedingt einen Abstecher wert. Der neuere Teil der Stadt am Westufer des Sil hat architektonisch gesehen wirklich nicht besonders viel Charme… Allerdings müssen wir zugeben, dass wir uns dort nicht lange aufgehalten haben! Wir sind kurz zu Fuß durch einen Teil davon gelaufen, um zum Tierarzt zu kommen (die Freuden von Hundeverletzungen auf einem Roadtrip), und sagen wir mal so: Dieser Teil hat keinen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen.

FreeTour

In Ponferrada gibt es auch geführte Touren. Wir haben das nicht gemacht, weil wir nicht lange genug da waren, aber wenn du mehr über die Geschichte der Stadt und ein paar Anekdoten erfahren möchtest, könnte das eine interessante Option sein.

Ponferrada ist aus internationaler Sicht nicht gerade die „touristischste“ Stadt, daher finden die Führungen ausschließlich auf Spanisch statt (kein Französisch oder Englisch). Wenn du Spanisch sprichst, kannst du zum Beispiel an der Free Tour teilnehmen (eine kostenlose Stadtführung, bei der es üblich ist, ein Trinkgeld zu geben) oder an einer Führung durch die Stadt und die Burg für 15 € teilnehmen.

Die Templerburg von Ponferrada

Wir haben es euch ja schon gesagt: Es war ein Foto von dieser Burg, das uns überhaupt erst dazu gebracht hat, der Stadt mal einen Besuch abzustatten. Sie wurde im 12. Jahrhundert von den Templern erbaut, die sich entlang des Jakobswegs niedergelassen hatten, um die Pilger zu beschützen. Die Architektur der Burg ist eigentlich ein echtes Patchwork, das sich im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt hat; als vorwiegend militärische Anlage hat sie sich zwischen dem 12. und dem 20. Jahrhundert enorm verändert.

Eingang zum Schloss von Ponferrada

Es war zwar für Besucher geöffnet, aber wir haben uns in letzter Minute doch dagegen entschieden. Es war an diesem Tag ziemlich warm und wir wollten Winchy (unseren Hund) während des Besuchs nicht im Van lassen (denn nein, Hunde sind im Schloss nicht erlaubt).

Schloss von Ponferrada

Zweitens war es auch der Mangel an „coolen“ Übernachtungsmöglichkeiten im Van, der uns dazu gebracht hat, noch vor Tagesende aus der Stadt zu „flüchten“. Wir hatten online gesehen, dass es dort einen Stellplatz sowie einen Parkplatz vor einer Pilgerherberge gab, wo das Übernachten geduldet wurde, aber als wir dort ankamen, fanden wir den Ort besonders unheimlich und hatten überhaupt keine Lust, dort zu bleiben. Kurz gesagt, wir haben nur die Umgebung genossen und uns dann wieder auf den Weg gemacht, um uns ein kleines Plätzchen in der Natur zu suchen, wo wir übernachten konnten. Aber davon erzählen wir euch im nächsten Artikel. 😉

Entdecke die Weine aus dem Bierzo

Wein aus Bierzo

Wir wollen ehrlich sein: Wir hatten noch nie von der Weinregion Bierzo gehört… Wir sind zwar Rotweinliebhaber, aber keine Experten, und dennoch machen wir auf unseren Reisen gerne kleine Abstecher, um ein paar neue Flaschen für unseren Weinkeller mitzubringen.

In Spanien muss man wohl nicht extra erwähnen, dass wir die Qual der Wahl hatten! 😉 Das Bierzo ist eine Weinregion, die es verdient, bekannter zu werden, und die immer mehr Weinliebhaber für sich gewinnt. Auf dem Papier hat die Region übrigens viele Ähnlichkeiten mit der Ribeira Sacra in Galicien, die wir so sehr lieben. Durchflossen vom Rio Sil wird hier hauptsächlich die Rebsorte Mencia angebaut, eine autochthone Rebsorte aus dem Nordwesten Spaniens.

Wenn ihr, so wie wir, ein paar Souvenirs aus der Region mitnehmen wollt, dann empfehlen wir euch, bei der Weinkellerei „El Salgueral“ (C. Ancha, 19, 24401 Ponferrada) vorbeizuschauen. Der Besitzer ist absolut super und kennt alle Weine der Region wie seine Westentasche! Wir haben ihm ein Budget genannt und ihn eine Auswahl nach seinem Geschmack zusammenstellen lassen. Wir haben also noch nicht alles probiert, was wir mitgebracht haben ;), aber die ersten Weine haben uns auf jeden Fall nicht enttäuscht.

So, damit beenden wir diesen ersten Artikel über die Region Kastilien und León. Die Links zu unseren anderen Artikeln über diese Region findest du am Anfang des Artikels oder gleich hier unten.

Diesen Artikel anheften

mines las medulasponferradalas medulas

Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Partner-Websites. Wenn du über unsere Links eine Unterkunft oder eine Aktivität buchst, zahlst du natürlich keinen Aufpreis, aber wir erhalten dafür eine kleine Provision. Diese Provisionen tragen dazu bei, dass wir dir unabhängige Inhalte kostenlos und werbefrei anbieten können. Vielen Dank für deine Unterstützung

  • Facebook
  • Twitter

Das könnte dir auch gefallen

Galicien – Roadtrip auf der Costa da Morte zwischen Malpica und Muros
chemin de compostelle
Die Rías Altas – Entdeckung der wilden Küste im Norden Galiciens
le meilleure banc du monde à Loiba dans les Rias Altas de Galice
Die Region Guadix in Andalusien: ihre Höhlenhäuser und die Wüste von...
las coloraos dans le desert de Gorafe
Toledo in Spanien besuchen: Unsere Tipps für Unternehmungen in (und...
mirador del Valle à Tolède
Roadtrip durch Andalusien: Rückblick und Kostenübersicht nach 10...
Road trip en Andalousie
Peñalba de Santiago und Astorga: Ein Kurztrip in die Provinz León
peñalba de santiago

Über Fabienne

Ich bin die feminine Hälfte unseres Duos. Ein bisschen stur, lebenslustig und begeistert von der Welt des Internets und des Tourismus – außerdem bin ich diejenige in unserer Beziehung, die auf Zahlen und praktische Infos steht. Ich führe sorgfältig
Aber keine Sorge, manchmal lege ich meine Excel-Tabellen beiseite und mache eine schöne Wanderung! Mit einem wohlverdienten kühlen Bier als Belohnung! Na und? Lebenslustig, das habe ich euch doch gesagt. ;)

Novo-Monde in deiner Mailbox

Erhalte die neuesten Nachrichten aus dem Blog direkt in deinen Mail Box! Garantiert 100 % Reisen und 0 % Spam !

Leser-Interaktionen

nimmt an der Diskussion teil Antwort abbrechen

Geschützt durch Cloudflare Turnstile



© 2026 · hergestellt mit von Fabienne und Ben aus Novo-monde
Rechtliche Hinweise