Nachdem wir euch in unserem letzten Artikel vom Teide-Nationalpark und den Wanderungen dort erzählt haben, wollen wir euch nun unsere zweite Lieblingsregion auf Teneriffa vorstellen: Anaga!

Da wir regelmäßig hier wandern, kennen wir diese Gegend mittlerweile ziemlich gut, und deshalb dachten wir, ein kleiner Artikel über einige unserer Lieblingsrouten könnte dir gefallen…
In diesem Artikel geht es ausschließlich um Rundwanderungen, die man problemlos an einem Tag oder an einem Nachmittag bewältigen kann, aber auch um Aussichtspunkte, die mit dem Auto leicht zu erreichen sind.
Wenn du lieber ausgedehntere Wanderungen magst, wirst du bald auf deine Kosten kommen! 😉 Wir planen nämlich, Ende dieses Monats für 4–5 Tage auf eine Selbstversorger-Wanderung mit dem Zelt auf dem Rücken im Anaga-Park aufzubrechen… #StayTuned
Edit: Der Bericht über unsere Wanderung im Anaga-Gebirge ist online! 🙂 Zum Artikel
Anaga: Eine kleine Perle auf Teneriffa

Geografisch gesehen liegt der Anaga-Nationalpark an der Nordostspitze der Insel oberhalb von Santa Cruz de Tenerife (der Hauptstadt), und man gelangt in den Park über das hübsche Städtchen San Cristóbal de La Laguna (oder einfach „La Laguna“, wie die Einheimischen es nennen) ;).
Für mich ist das ganz sicher eine der schönsten Gegenden der Insel, und seltsamerweise ist sie bei weitem nicht die meistbesuchte. (Umso besser, wirst du sagen) 😉
Das Besondere an dem Park ist, dass er 2015 zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Diese Anerkennung durch die UNESCO wird Regionen verliehen, die sich durch einen hervorragenden Erhalt der Artenvielfalt und eine nachhaltige Entwicklung auszeichnen. Was die Bevölkerungsdichte angeht, ist das hier ein absolut ruhiger Ort! Tatsächlich leben auf den fast 15’000 Hektar des Reservats nur noch 2’500 Menschen innerhalb des Parks (verteilt auf 26 kleine Ortschaften). Das heißt, es ist der ideale Spielplatz für Naturliebhaber und Fans von unberührten Landschaften.
Wetter auf Teneriffa: Vorsicht vor Mikroklimata

Teneriffa ist zwar keine besonders große Insel, hat aber die Besonderheit, dass es dort unglaublich viele Mikroklimata gibt! Die Einheimischen scherzen oft, dass man, wenn das Wetter mal nicht mitspielt, einfach ins Auto steigen und 20 km fahren muss…
Nach drei Monaten hier können wir dir bestätigen, dass das tatsächlich stimmt! Die Sonne scheint immer irgendwo auf der Insel … mal im Süden, mal im Norden und manchmal auch im Osten …
Wenn man eine Regel festlegen müsste, dann würde sie so lauten:
- Im Süden ist das Wetter meistens am schönsten… Nicht umsonst befindet sich dort die große Mehrheit der Hotels! Der Nachteil? Die Landschaften dort sind SEHR trocken! Ein fast wüstenartiger Eindruck mit Sand, Felsen und ein paar vereinzelten Kakteen…
- Im Teide-Nationalpark ist es fast immer schön! Wie oft sind wir in La Orotava im Regen oder in den Wolken aufgewacht und hatten dann auf dem Weg zum Teide strahlenden Sonnenschein??? Sehr oft! Tatsächlich sammeln sich die Wolken meist um den Vulkan herum, aber in relativ geringer Höhe (etwa 1500–1800 m). Wenn man also im Park über die Baumgrenze hinausfährt (auf etwa 2200 m), ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man sich über dem Wolkenmeer befindet. Die Landschaften? Man könnte meinen, man wäre auf dem Mond!
- Der Norden der Insel ist eine grüne Oase! Hier haben sich übrigens ursprünglich die meisten Einheimischen niedergelassen, denn im Süden konnte man einfach nichts anbauen… Auch ohne erfahrene Meteorologen zu sein, haben wir schnell verstanden, warum der Norden grüner ist: Es regnet dort öfter!
- Da der Anaga wahrscheinlich die grünste Gegend auf Teneriffa ist, bedeutet das auch, dass es dort am meisten regnet! 🙂 Verlass dich also nicht zu sehr auf das Wetter über dir, wenn du im Süden bist und einen Ausflug in den Norden planst!

Unser bester Wettertipp ist, am Morgen deines Ausflugs mal bei der kostenlosen App „Windy“ vorbeizuschauen. Die nutzen auch die Ranger im Anaga-Park, und seit wir hier sind, müssen wir sagen, dass sie ziemlich zuverlässig ist.
Aussichtspunkte im Anaga-Gebirge, die du mit dem Auto nicht verpassen solltest
Bevor wir die Wanderschuhe auspacken, wollen wir kurz auf die wichtigsten Zwischenstopps eingehen, die man mit dem Auto einlegen sollte. Die Straße, die durch den Park führt, ist keine leichte Fahrstrecke; sie ist schmal, es gibt viele (wirklich viele) Kurven, aber glaub uns, es ist höchstwahrscheinlich eine der landschaftlich reizvollsten Straßen, die du je zu sehen bekommst! Kurz gesagt: Wenn du hierherkommst, gibt es definitiv ein paar Stopps, die du nicht verpassen darfst!

- Der Aussichtspunkt Zapata: Der erste Aussichtspunkt, auf den man trifft, wenn man in Richtung Park hinauffährt. Er ist oft überfüllt und es kann schwierig sein, dort zu parken, aber wenn du zufällig einen freien Platz siehst, lohnt es sich, dort anzuhalten, um die Aussicht auf La Laguna mit dem Teide im Hintergrund zu genießen.
- Das Informationszentrum in Cruz del Carmen: Bei diesem Stopp geht es nicht so sehr um die Aussicht, sondern eher um die Touristeninformation. Ich glaube, die Ranger, die dort arbeiten, sind die liebenswertesten und geduldigsten Menschen auf dem ganzen Planeten. Es lohnt sich, dort anzuhalten, um nach der Parkkarte zu fragen (sie steht nicht zur Selbstbedienung bereit, aber die Ranger geben sie kostenlos mit den dazugehörigen Wanderhinweisen).
- Der Camino Viejo: ein Fotostopp, um einen riesigen natürlichen Tunnel in den Bäumen zu sehen!
- Pico de los Inglès: Unser Lieblingsaussichtspunkt im Anaga-Gebirge (natürlich nur unter denjenigen, die mit dem Auto erreichbar sind) 😉
- Roque del Pilon: Ok… eigentlich ist das eine Wanderung, aber sie ist so kurz, dass wir sie nicht als solche zählen 🙂 Um dorthin zu gelangen, musst du zu der Stelle fahren, wo die Straße im Park in Chamorga endet. Dann folgst du einfach dem Weg, der hinter dem einzigen kleinen Café in Richtung des großen Felsbrockens führt, der das Dorf überragt. (Auf der Karte unten in Lila markiert
) Vom Parkplatz aus sind es etwa 20 Minuten zu Fuß bis zum Aussichtspunkt. Hinweis: Theoretisch ist es möglich, mit dem Bus nach Chamorga zu fahren… Die Linie 947 fährt dreimal täglich von Santa Cruz dorthin 😉

Wenn du auf Teneriffa bist, ist das Auto zweifellos das beste Fortbewegungsmittel! Wir kommen noch darauf zurück, aber wir haben uns seit unserer Ankunft ein Auto gemietet (nur in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr haben wir darauf verzichtet, weil die Preise in dieser Zeit völlig aus dem Ruder laufen). Man findet Autos schon ab 10 € pro Tag ohne Versicherung. (Zu Weihnachten waren es fast 80 € pro Tag). Um ein Auto zu finden, empfehlen wir dir, Rentalcars zu nutzen. Auf dieser Seite kannst du die verschiedenen Autovermietungen auf der Insel vergleichen und den besten Preis finden. Siehe Rentalcars
Karte von Anaga
Damit du dich gut zurechtfindest, haben wir dir eine kleine Karte mit allen Sehenswürdigkeiten und Wanderwegen zusammengestellt.
Hinweis: Die Wanderungen sind nur sehr grob eingezeichnet, damit du dir ein Bild davon machen kannst, wo sie verlaufen. Unten findest du für jede Wanderung eine viel genauere Wanderkarte!
Vermietung von Wohnmobilen

Auf Teneriffa haben wir das zwar nicht gemacht, aber seit wir unseren Van „Dahu“ gekauft haben, hätten wir nichts dagegen, das Vanlife hier mal auszuprobieren. 🙂 Wenn du einen direkt auf der Insel mieten möchtest (wahrscheinlich die einfachste Lösung), dann schau doch mal auf der Website Yescapa vorbei. Dort werden Wohnmobilvermietungen von Privatpersonen mit allen notwendigen Versicherungen angeboten. Ansonsten kannst du auch einen Blick auf die Website Campstar werfen, die die besten Angebote für Wohnmobil- und Campervan-Vermietungen vergleicht.
Wenn du mehr über die Vermietung von Vans/Wohnmobilen von Privatpersonen oder bei einem professionellen Anbieter erfahren möchtest, kannst du unseren Leitfaden zu diesem Thema lesen:
Lies unseren Leitfaden zur Vermietung von Vans/Wohnmobilen
Info zu den Wanderkarten: Auf dem Blog findest du alle Karten im interaktiven Format über die AllTrails-App (die wir selbst täglich nutzen). Wenn du die Route einer Wanderung herunterladen möchtest, um sie dabei zu haben (auf maps.me, deiner Smartwatch oder einer anderen Wander-App) –> findest du über jeder Karte einen Download-Link.
Um die Tracks herunterzuladen, geh einfach auf AllTrails. Falls du noch kein Konto hast, erstelle einfach eines (es ist kostenlos). Anschließend hast du Zugriff auf über 30 Formate, um unsere Tracks herunterzuladen und sie dann in die App deiner Wahl zu importieren.
Wenn du über AllTrails im Offline-Modus auf die Karten zugreifen möchtest, musst du auf ein AllTrails+-Konto umsteigen (das haben wir auch). Über diesen Link bekommst du 30 % Rabatt (1,75 € pro Monat für ein Jahr statt 2,5 € pro Monat).
Um alle unsere Wanderungen im Anaga-Gebirge auf einen Blick zu sehen –> Hier klicken
Unsere Lieblingswanderung auf Teneriffa: Benijo (auf der Karte blau markiert)
Wir starten diese kleine Wanderreihe mit der Tour, die wir all unseren Mitbewohnern in unserem Coliving immer wieder ans Herz legen: die Rundwanderung um Benijo!

Die Wanderung ist nicht besonders lang (weniger als 7 km), aber landschaftlich hat sie es wirklich in sich! Als wir diese Wanderung gemacht haben, waren wir mit Benoits Eltern unterwegs, die uns für den Urlaub besucht hatten, sowie mit Lara, dem kleinen Fellknäuel aus unserem Co-Living.
Die ursprüngliche Idee war, im Dorf Benijo zu parken, dort, wo die Straße endet… Aber letztendlich waren unsere Versuche, dort oben einen Parkplatz zu finden, vergeblich, und so sind wir wieder hinunter zum Strand gefahren, wo man ganz einfach am Straßenrand parken kann. Diese erste kleine „Abweichung“ von unserem Plan war letztendlich eine sehr gute Sache, denn der Weg, der am Strand entlangführt und dann über Holztreppen wieder hinauf ins Dorf führt, ist wunderschön!
Als wir im Dorf ankamen, haben wir uns entschieden, die Wanderung so zu beginnen, dass wir dem Weg folgten, der hinter dem Restaurant abzweigt und zum Weiler „El Draguillo“ führt. Das war eine sehr gute Wahl, denn dieser erste Teil der Wanderung ist nicht gerade der spannendste. Die Ausblicke sind zwar schön, aber man läuft die ganze Zeit auf einem breiten Feldweg…
Als wir in dem kleinen Weiler ankamen, haben wir uns nicht lange aufgehalten und uns gleich an den ordentlichen Serpentinenanstieg in Richtung Cruz del Draguillo gemacht. Lara (die Hündin) tollte munter herum, während wir Menschen hinterher etwas mehr ins Schwitzen kamen und auch ziemlich nach Luft schnappten… 😉 Kurz bevor wir die Cruz del Draguillo erreichten, kamen wir an eine Kreuzung und beschlossen, in Richtung des großen Felsens zu gehen, der einen atemberaubenden Blick auf die Küste bietet, um dort unsere Picknickpause einzulegen.
Urteile selbst:

Von dort aus ist der Abstieg zurück nach Benijo einfach nur ein Genuss! Der Hang ist auf dieser Seite viel weniger steil und man läuft die ganze Zeit mit einer atemberaubenden Aussicht vor sich. Apropos: Wenn du bei den Rangern in Cruz del Carmen vorbeischaust, werden sie dir diese Wanderung sicher empfehlen, dir aber raten, sie in die andere Richtung zu machen. Warum? Sie schicken die Leute lieber auf einen sanfteren Aufstieg und behalten den steilen Hang für den Abstieg. Aber wenn du unsere Meinung hören willst: Es ist wirklich besser, die Wanderung in umgekehrter Richtung zu machen! Warum?
- Wir fangen mit der Strecke an (dem uninteressantesten Teil) und beenden die Tour mit einem Knall! Wenn wir es so machen wie die Ranger, enden wir mit dem unspektakulären Teil, und das würde sicher einen kleinen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.
- Der Anstieg ist gar nicht so steil … und deine Knie werden es dir sicher danken 😉
- Wenn du die Route in der beschriebenen Richtung gehst, hast du beim Abstieg die schöne Aussicht direkt vor dir. In der anderen Richtung hast du die Aussicht im Rücken … und glaub uns, das wäre wirklich schade!
Praktische Infos
Startpunkt der Wanderung: Strand von Benijo
Rundwanderung: Ja
Länge: 6,5 km
Höhenunterschied: 500 m (auf- und abwärts)
Dauer: ca. 2,5–3 Stunden
Tipp: Geh zuerst nach El Draguillo, nimm dann den steilen Aufstieg und genieß den Ausblick vor dir während des gesamten Abstiegs!
Karte der Wanderung von Benijo
Mehr Fotos von der Wanderung in Benijo




Hast du eher Lust auf Sport???
Als wir die Anaga-Runde zu Fuß gemacht haben, sind wir teilweise der oben beschriebenen Route gefolgt, sind diesmal aber weiter in Richtung des Ortes „El Faro“ gewandert. Wie soll ich dir erklären, dass wir wieder total begeistert waren! Auf dem Rückweg sind wir dem Bergrücken bis nach Cruz del Carmen gefolgt und da dachten wir uns, dass das eigentlich eine wunderschöne Rundwanderung wäre, die man diesem Artikel hinzufügen könnte!
Aber Vorsicht: Diese Route mit fast 15 km Länge, 1000 Höhenmetern im Anstieg und 1000 Höhenmetern im Abstieg ist nichts für Anfänger und eindeutig nur für Wanderer zu empfehlen, die an anspruchsvolle Tagesetappen gewöhnt sind. 🙂
Kurz gesagt, versprochen: Bei dieser Wanderung wirst du vielleicht ein bisschen an den Waden leiden, aber du wirst auch deinen Augen nicht trauen!
Für alle Interessierten hier die Karte dieser längeren Rundwanderung:
Wenn du auf Teneriffa wandern möchtest, dir aber die ganze Planung ersparen willst, empfehlen wir dir, mal auf der Website von Allibert Trekking vorbeizuschauen. Dort findest du verschiedene Angebote, je nach deinem Budget und je nachdem, ob du lieber alleine oder in der Gruppe unterwegs bist.
- Ein „Randonnée Liberté“-Urlaub ab 378 € pro Person für 8 Tage: Bei diesem Angebot kümmert sich Allibert darum, eine Unterkunft für dich zu finden, ein Auto zu mieten und stellt dir ein Roadbook zur Verfügung, damit du deine Wanderungen planen kannst
- Eine 8-tägige All-inclusive-Reise in kleiner Gruppe (max. 8 Personen) (Reiseleiter, Unterkunft, Transfer, Verpflegung + Flüge) ab 1695 €.
Wanderungen ab Cruz del Carmen
Cruz del Carmen ist genau der richtige Ort für dich, wenn:
a) du auf die Toilette musst
b) du schnell was zu trinken oder zu
essen kaufen möchtest c) du den Rangers Fragen stellen oder einfach eine kostenlose Parkkarte mitnehmen möchtest
Aber… Abgesehen davon ist es auch ein super Ausgangspunkt für Wanderungen! Wir haben bei weitem nicht alle gemacht, aber wir haben hier zwei Vorschläge für Wanderungen oder Spaziergänge, die du von Cruz del Carmen aus unternehmen kannst.
Der Weg der Sinne (auf der Karte gelb markiert)

Bei dieser Route vergisst du die schmerzenden Waden und den Muskelkater; diese Wanderung ist eher ein supertoller kleiner Spaziergang, der sich hervorragend für einen Familienausflug oder als Ergänzung zu einer anderen Wanderung im Park eignet. Der Weg gliedert sich nämlich in drei Abschnitte (von denen einer übrigens für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet ist).
Wir haben uns für die „längere“ Variante entschieden, die zum Aussichtspunkt Mirador del Llano des Loros hinunterführt. Aber keine Sorge, lass dich nicht täuschen – selbst diese „lange“ Variante dauert nur 45 Minuten hin und zurück (und dabei haben wir uns richtig Zeit gelassen und jede Menge Fotos gemacht). Aber wie der spanische Name schon vermuten lässt, wurde dieser Weg angelegt, um die Sinne anzuregen. Entlang der Strecke sind Informationstafeln aufgestellt, die die Wanderer dazu einladen, die verschiedenen Facetten dieses Waldes, der wie verzaubert wirkt, zu betrachten, zu riechen, zu berühren und zu hören!
Praktische Infos
Startpunkt der Wanderung: Cruz del Carmen
Rundwanderung: Ja
Länge: 1,3 km
Höhenunterschied: 85 m (auf- und abwärts)
Dauer: ca. 45 Minuten in gemächlichem Tempo
Karte zur Wanderung „Sendero de los Sentidos“
Mehr Fotos vom Sendero de los Sentidos


Wir haben sie zwar nicht gemacht, aber gute Rückmeldungen dazu bekommen. Drei Stunden lang erkundest du den Anaga-Nationalpark in Begleitung eines englischsprachigen Guides. Die Tour kostet 15 € und bietet jede Menge Anekdoten und Infos zu den endemischen Pflanzen. Weitere InformationenWeitere Touren und Aktivitäten auf Teneriffa
Wanderung zum Mirador Aguaide über Chinamada und Las Carboneras (auf der Karte rot markiert)

Diese zweite Route sind wir im November gewandert, als unsere Freundin Faustine uns besucht hat. Es war unsere allererste Wanderung im Anaga-Gebirge, und man kann wirklich sagen, dass sie uns total Lust gemacht hat, mehr zu sehen und wieder in die Gegend zurückzukommen…
Die Wanderung beginnt in Cruz del Carmen, und gleich nachdem wir den Parkplatz verlassen haben, tauchen wir sofort in den wunderschönen Wald ein. Faustine meinte, ihr hätte dieser Abschnitt weniger gefallen (sie wohnt in der Nähe von Chamonix, also steht sie natürlich mehr auf Berglandschaften als auf Wälder), aber ich persönlich fand diesen ersten Teil echt super. Der Wald im Anaga wirkt wie „verzaubert“ – überall Moos und unzählige Bäume und Pflanzen, die wir als botanische Nieten zwar nicht benennen können, die wir aber total schön fanden! Hinter dem Wald kommt man auf einen Kammweg mit einer einfach atemberaubenden Aussicht auf all die kleinen Berge, aus denen der Anaga besteht, und manchmal, als Bonus, taucht der Teide zwischen den Wolken auf.
Sobald wir in dem winzigen Dorf Chinamada angekommen sind, machen wir erst mal einen Rundgang, um uns die wenigen Häuser anzusehen, die in die Felswand gebaut wurden, und dann gehen wir weiter zum Aussichtspunkt, der ein paar hundert Meter weiter liegt. Hier ändert sich die Kulisse schlagartig – auf einmal könnte man meinen, man sei in Peru!!! Ja, ja, ich schwöre es dir, es fühlt sich an, als wäre man auf den Inka-Terrassen 🙂

Kurz gesagt, die Sonne hat zu Beginn der Wanderung ordentlich gebraten, aber als wir am Aussichtspunkt ankamen, wurde uns schnell klar, dass wir uns nicht zu lange aufhalten durften, wenn wir nicht nass werden wollten … Unsere Wetter-App hatte uns gewarnt: Wir hatten noch eine Stunde Zeit, bevor es losgehen würde!

Ohne lange zu zögern machten wir uns also wieder auf den Weg zum Auto. Aber anstatt genau denselben Weg wie auf dem Hinweg zu nehmen, entschieden wir uns für einen anderen Pfad, der durch das charmante kleine Dorf Las Carboneras führt. Unser Timing an diesem Tag war fast perfekt! In dem Moment, als wir wieder im Wald waren, hüllten uns die Wolken buchstäblich ein, und dann, etwa 300 Meter vor dem Parkplatz, ging es richtig los. 300 Meter sind zwar nicht weit, aber leider reicht das völlig aus, um völlig durchnässt anzukommen… 🙂 „Fast“ perfektes Timing, wie gesagt!
Praktische Infos
Startpunkt der Wanderung: Cruz del Carmen
Rundwanderung: Ja
Länge: 13,8 km
Höhenunterschied: 600 m (auf- und abwärts)
Dauer: ca. 3,5–4 Stunden
Karte der Wanderung
Mehr Fotos von der Wanderung






Nun bleibt uns nur noch, dir viele wunderschöne Wanderungen im Norden von Teneriffa zu wünschen. Wir hoffen, dass dir dieser Artikel und die Routenvorschläge gefallen haben – und wenn ja, zögere natürlich nicht, ihn mit deinen Freunden zu teilen. 🙂
Anaga ist nicht gerade die Region mit dem größten Angebot an Unterkünften… Auf Booking findet man aber trotzdem ein paar Hostels oder Ferienwohnungen. Außerdem lässt sich die Gegend auch super mit dem Auto und zu Fuß erkunden! Wir empfehlen dir, dich irgendwo im Norden der Insel niederzulassen (zum Beispiel in der Gegend von La Orotava) und dann Tagesausflüge in den Park zu machen. Wenn du direkt im Park übernachten möchtest, solltest du am besten zur einzigen Herberge, der Albergue Montes de Anaga, gehen. Die Betten im Schlafsaal kosten 19 € pro Person oder 38 € für ein Zimmer mit zwei Betten. Die Unterkunft ist einfach, aber ideal zum Wandern gelegen und die Aussicht von der Herberge ist wunderschön!
Willst du noch mehr Ideen? Dann schau doch mal bei dem tollen Artikel unserer Freunde von „Mi-fugue Mi-raison“ vorbei. Sie haben einen Beitrag mit 6 Routen im Anaga-Gebirge veröffentlicht (alle unterscheiden sich von unseren), sodass du mit unseren beiden Artikeln die komplette Sammlung hast! 😉
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du deinen Mietwagen, deine Tour oder deine Unterkunft auf Teneriffa über unseren Link buchst, zahlst du natürlich keinen Aufpreis, aber wir erhalten dafür eine kleine Provision. Rentalcars ist die Plattform, die wir immer nutzen, wenn wir ein Auto buchen, auch hier auf Teneriffa, wo wir uns entschieden haben, für die gesamte Dauer unseres Aufenthalts ein Auto zu mieten.




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